Monika Feth: Teufelsengel

Die 1951 geborene Autorin Monika Feth lebt in der Nähe von Köln und ist seit jeher begeistert von Büchern und Sprache, weshalb sie auch Germanistik und Anglistik studierte. Gleich ihr erstes Buch wurde veröffentlicht, und heute blickt sie auf eine ganze Reihe von Vorlese-, Erstleser- und anderen Kinderbüchern, Romane und Thriller zurück, die sie selbst verfasst hat. Ihre bisherigen Thriller, beispielsweise “Der Mädchenmaler” und “Der Scherbensammler”ernteten gute Kritiken. Im neuen Thriller „Teufelsengel“ steht nicht ihre sonstige Figur Jette im Mittelpunkt, sondern die 18-jährige Romy.

Romy lebt ein Stück ihres Traums: Sie ist Volontärin beim Köln Journal und fest entschlossen, eine großartige Journalistin zu werden und – wie typisch für Journalisten – sie ist auf der Suche nach DER Story. Die scheint sich ihr zu bieten, als mehrere Leichen im Kölner Umfeld gefunden werden. Romy glaubt – anders als die Polizei und die Medien an sich – an einen Zusammenhang zwischen den Leichen und somit zugleich an zusammenhängende Morde. Ihre Überzeugung wird allgemein hin belächelt, und so hat Romy ziemlich freie Fahrt, was ihre Recherchen betrifft. Auf diese Fälle ist sie derart versessen, dass sie darüber auch schon einmal ihren Freund Cal vergisst, nun ja.
Tatsächlich kommt Romy dem Geheimnis der Toten immer näher, und doch merkt sie zu spät, dass sie sich zu lang zu allein zu weit vorgewagt hat.

Gelesen wird das Hörbuch von Anna Thalbach, der Tochter von Katharina Thalbach. Anna Thalbach ist längst bekannt in Deutschland als Schauspielerin und Hörbuchsprecherin und kann auf Erfahrungen seit ihrer Jugend zurückblicken. 2008 erhielt sie für die Lesung des Romans „Paint it black“ den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin.

So gern ich Anna Thalbach und ihre Mutter als Hörbuchsprecherinnen mag, teilen sie aus meiner Sicht beide denselben Makel: Sie sind großartige Sprecherinnen für Kinder- und Jugendgeschichten, für Märchen und auch belletristische Romane an sich, für den Krimi- und Thrillerbereich eignen sie sich meiner Meinung nach allerdings beide nicht. Entsprechend schwer gefallen ist es mir, „Teufelsengel“ durch zu hören, weil immer wieder Passagen völlig unpassend ZU niedlich, ZU kindlich, ZU gekünstelt vorgetragen wurden. Spannung kommt da kaum auf.

Spannung ist bei „Teufelsengel“ allerdings ein Reizwort für sich, denn die ganze Geschichte steht auf sehr dünnen Stelzen. Zunächst einmal ist sehr früh klar, wer die Leichen auf dem Gewissen hat. Das ist auch kein Fehler Monika Feths, sondern von ihr mit Sicherheit beabsichtigt gewesen, denn häufig werden die Perspektiven gewechselt, einmal Romy, dann der eher im Hintergrund ermittelnde Kommissar Melzig, dann Romys Freund Cal, als nächstes der Blickwinkel der nächsten potenziellen Opfer und schließlich die Täterperspektive. Es bleibt also quasi gar nicht aus, dass man schnell weiß, wo der Hase lang läuft. Womöglich ist diese Art des Aufbaus der Zielgruppe zuliebe entstanden, denn beworben wird der Titel für Leser ab 14 Jahren. Ein Mittelding in dieser Form finde ich persönlich dennoch eher unglücklich.

Um nämlich diese ganzen Kenntnisse zu kompensieren, hätte es überraschende Wendungen oder starke und gut ausgearbeitete Charaktere gebraucht, – aber die gibt es leider nicht. Der Kommissar tappt ewig im Dunkeln, ganz anders die zu allem entschlossene Romy, die zwar über beruflichen Feuereifer verfügt, bei der aber so gar nicht klar ist, worauf sich dieser an Besessenheit grenzende Ehrgeiz genau begründet oder weshalb sie auf Streit mit ihrem Freund wie ein Kühlschrank reagiert.

Einzig toll fand ich die Erfindung eines so genannten „Schmuddelbuchs“, in dem Romy ihre Erlebnisse und Gedanken akribisch festhält. Dass es sich hierbei in gemischter Form um Notizen handelt, die sie handschriftlich, auf einem Diktaphon oder gar in ihrem Kopf abspeichert, sorgt natürlich ebenfalls nicht für sonderliche Glaubwürdigkeit, aber nett ist diese Idee auf jeden Fall.

Alles in allem gehört dieses Hörbuch leider in die Kategorie „Kann man hören, muss man aber nicht“, und auch, wenn ich persönlich mich unter anderem an der Sprecherauswahl störte, hätte eine andere Auswahl diesbezüglich auch nicht sonderlich mehr aus der Vorlage herausholen können.
Schade, schade.

Sebastian Fitzek: Amokspiel

Sebastian Fitzek ist seit einiger Zeit ja in aller Munde, und so dauerte es nicht lang, bis seine Titel “Die Therapie” und “Amokspiel” als Hörbücher auf meinem Nachtschrank landeten.

Zuerst muss ich zugeben, dass dieses Hörbuch etwa ein Jahr lang auf meinem Nachttisch lag, bevor ich es komplett gehört habe. Dabei gab es einige Ansätze meinerseits, “Amokspiel” anzuhören. Wie das so ist vor dem Einschlafen; man hört ein paar Tracks und ist dann schon im Reich der Träume. Am nächsten Tag suche ich also die letzte Stelle, an die ich mich noch erinnern kann und höre von da ab weiter. Und “Amokspiel” hat mich dabei gänzlich verwirrt.

Das Ganze beginnt nämlich mit einem Mann, der einen Anruf seiner Verlobten bekommt, die ihm einbläut, er solle nicht glauben, was immer man ihm erzähle. Mitten in diesem Telefonat klingelt es an der Tür und ein Polizist teilt dem Mann mit, dass seine Verlobte vor einer Stunde bei einem Unfall ums Leben gekommen sei.
Danach macht die Geschichte einen Sprung und man befindet sich plötzlich in einem Radiosender, der gekidnappt wird. Über das Radio kommuniziert der Geiselnehmer mit dem Rest der Welt, und man engagiert kurzerhand die Kriminalpsychologin Ira, den Fall zu betreuen.

Mit keinem Wort wird auf die Eingangssequenz eingegangen, und so habe ich das Hörbuch immer wieder weggelegt in dem Glauben, etwas Entscheidendes verpasst zu haben oder einfach den richtige Dreh zum Hörbuch nicht zu bekommen. Und nun habe ich es also doch endlich mal geschafft …

Natürlich bleibt der Prolog nicht für sich stehen, sondern sehr viel später wird noch einmal Bezug auf ihn genommen. Und wenn man sie nicht gerade zum Einschlafen hören will, nimmt einen die Geschichte recht schnell gefangen. Sie ist spannend und – eben vielleicht einmal vom Prolog abgesehen – schlüssig.
Fitzek überrascht immer wieder mit neuen Informationen und Ereignissen, so dass das Hören nie langweilig wird. Tatsächlich habe ich nach meinen Anlaufschwierigkeiten den ganzen Rest innerhalb von anderthalb Tagen gehört.

Gelesen wird die Geschichte übrigens von Simon Jäger, den ich als Sprecher ganz gerne mag, so dass das Hören noch einmal mehr Freude macht.
“Amokspiel” kann ich uneingeschränkt als Hörbuch empfehlen – nur eben nicht zum Einschlafen.

Tahar Ben Jelloun: Yemma – Meine Mutter, mein Kind

Tahar Ben Jelloun ist einer der erfolgreichsten marokkanischen Autoren und ist dafür bekannt, Kritik an staatlicher und religiöser Repression zu üben. In diesem Buch bzw. Hörbuch erzählt er jedoch eine sehr persönliche Geschichte, nämlich die Geschichte seiner eigenen Mutter:
“Yemma – Meine Mutter, mein Kind”.

Die Mutter ist im Alter an Alzheimer erkrankt, und Tahar Ben Jelloun war Zeuge, wie die Krankheit seiner Mutter immer weiter fortschritt. In diesem Buch hielt er die Veränderungen fest, die vor sich gingen sowie die Erinnerungen, die er aus Begegnungen und Erlebnissen mit der erkrankten Mutter mitgenommen hat.
Zunächst weiß die Mutter das eine oder andere nicht mehr, dann verwechselt sie etwas, und im Großen und Ganzen ist dies alles schwer abzugrenzen von der bekannten Persönlichkeit der Mutter, die sich manche Dinge ohnehin noch nie gut hatte merken können. Doch die Krankheit schreitet voran, die Mutter erkennt ihre Kinder nicht, verwechselt ihre Söhne mit ihren verstorbenen Ehemännern, glaubt einen dieser Ehemänner zu Besuch oder glaubt nach einem Umzug von einem Zimmer in ein anderes wegen der veränderten Aussicht, in einer ganz anderen Stadt zu sein. Die Erkrankung der Mutter stellt eine Zerreißprobe für die Familie dar, nicht jeder kann gleich gut mit dem geistigen Verfall der Mutter umgehen, nimmt Verwechslungen persönlich, sieht sich vor allem aber ohnmächtig einer Entwicklung gegenüber, die nicht aufzuhalten ist.
Voller Respekt zeichnet der Autor ein Bild von seiner Mutter, das versucht, sie als Ganzes zu erfassen, nicht nur als „Alzheimer-Kranke“.

Bernt Hahn liest das Buch authentisch vor, so dass man glauben könnte, der Autor selbst lese es. An keiner Stelle kitschig, aber auch an keiner allzu sachlich, liest Hahn die Geschichte in angenehmem Tempo.

„Yemma – Meine Mutter, mein Kind“ ist ein wirklich bedeutungsvolles Buch und auch Hörbuch. Keinesfalls gehört der Titel in die Reihe biographisch angehauchter Langeweile, sondern stellt einen an Alzheimer erkrankten Menschen mit allen Höhen und Tiefen, vor allem jedoch als ganzen, lebenserfahrenen Menschen mit viel Persönlichkeit dar. Zwischen den Zeilen ist die Wichtigkeit erkennbar, mit der an Alzheimer Erkrankte – und auch ganz generell verwirrte Menschen – als Persönlichkeiten mit einer ganz eigenen Biographie wahrgenommen werden müssen. Es zeigt auf, wie leicht sich zunächst sinnlose Äußerungen biographischen Stationen zuordnen lassen, zeigt auf, dass jemand, der in irgendeiner Form dement ist, durchaus ernst zu nehmen ist. Im medizinischen und pflegerischen Bereich ist dies längst bekannt und wird im geriatrischen Bereich auch zunehmend gelebt, doch bietet dieser Titel auch eine Stütze für die Angehörigen, die ständig zwischen Schuld und Ärger schweben – wie auch die Geschwister Tahar Ben Jallouns.
Letzteres ist übrigens der einzige zu findende Kritikpunkt an diesem Werk: der Autor stellt sich trotz seiner Trauer zumeist als der Verstehende der Familie heraus, während seine Geschwister deutlich mehr Probleme mit der Krankheitsentwicklung der Mutter zu haben scheinen. Da Tahar Ben Jelloun dieses wundervolle Zeugnis seiner Mutter jedoch geschrieben hat, möge man ihm dieses verzeihen.

Stephen King: Blut und Rauch

“Blut und Rauch” ist ein Hörbuch, dessen Besonderheit gerade für King-Fans darin liegen dürfte, dass es diesen Titel ausschließlich als Hörbuch und nicht als Print gibt und auch zwei der drei Geschichten, in die man mit dieser Lesung eintauchen kann, bisher wohl unveröffentlicht waren (wobei mir nicht bekannt ist, welche bereits vorher veröffentlicht wurde und wo).

Die erste Geschichte erzählt von einem Mann, der sich in einem Restaurant mit seiner Ehefrau und deren Anwalt trifft, um die anstehende Scheidung zu besprechen. Statt dieser Besprechung erwartet ihn und seine Frau jedoch etwas völlig anderes …
Die zweite Geschichte berichtet von einem Schriftsteller, der sich in einem berüchtigten Spukzimmer eines Hotels einmietet, um über seinen Aufenthalt zu schreiben. Er selbst glaubt nicht an Geister, doch diese Meinung gerät rasch ins Wanken.
In der letzten Geschichte schließlich befindet man sich zusammen mit dem Protagonisten der Geschichte in einem Folterkeller, in dem der Gefangene Elektroschocks ausgesetzt wird. Ist eine Flucht möglich?

Alle drei Geschichten werden über den Titel miteinander verbunden, der bereits darauf hinweist, dass Zigaretten  eine besondere Rolle in diesen Geschichten spielen. Anders jedoch als in der Kurzgeschichtensammlung, die es auf VHS zum Thema Rauchen von Stephen King gibt, bilden Zigaretten hier eher eine Randkomponente und haben keine unersetzliche Rolle.

Als Erzähler tritt Ulrich Pleitgen auf, an dessen Stimme und Stil man sich zunächst gewöhnen muss. Vor Ende der ersten Geschichte jedoch kann man beides problemlos akzeptieren und darüber hinaus gibt er den Geschichten eine ganz besondere Note, allen voran der Person des Oberkellners der ersten Geschichte.
Musik und Spezialeffekte fehlen bei diesem Hörbuch völlig und beides braucht es auch nicht.

Gegen Ende der ersten Geschichte erreicht den Hörer der dargestellte Wahnsinn, der allerdings nicht auf die für King wenn vorkommend, dann typisch explizite Gewaltanwendung und –darstellung verzichtet. Trotzdem ist es hier vor allem die Art und Weise, wie Herr Pleitgen vor allem den Antagonisten darstellt, die einen in ihren Bann zieht.
Nicht weniger gelungen ist die zweite Geschichte, die auf Gewalt praktisch völlig verzichtet und stattdessen mit einem Haufen Wahnideen und subtilen Umgebungsveränderungen daher kommt. Hartgesottene könnten bemängeln, dass im Grunde während der Geschichte nicht wirklich etwas passiert, trotzdem geht besonders diese Geschichte unter die Haut, wenn man sich auf sie einlässt.
Die letzte Geschichte schließlich weicht thematisch eigentlich stark von den beiden Vorgängern ab und wirkt daher auch nicht besonders. Es ist einfach eine Geschichte unter vielen anderen und verblasst sehr schnell nach dem Hören.
Schade, dass der Hörgenuss dadurch ein wenig geschmälert wurde.

Unter dem Strich bietet das Hörbuch jedoch mehr als dreieinhalb Stunden Horror, der vor allem subtil daher kommt. Mit fast 1,5 Stunden ist die erste Geschichte die längste, die zweite liegt mit einer Stunde und 20 Minuten dicht dahinter und die dritte schließlich ist eine Stunde und 10 Minuten lang. Kein Verlust, wenn man bedenkt, dass die letzte Geschichte auch die schwächste ist.

Jules Verne: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

1977 veröffentlichte “Europa“ einige Klassiker als Hörspiele, zu einer Zeit, als Kinder und Jugendliche noch primäres Zielpublikum von Hörspielen waren.
Zu den Geschichten zählt auch “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne.

Professor Otto Lidenbrock stößt zufällig in einem Manuskript auf die Nachricht eines Isländers. Nach langwierigen Übersetzungsversuchen stellt sich heraus, dass der Verfasser, ein gewisser Arne Saknussemm, behauptet, einen Weg zum Mittelpunkt der Erde gefunden zu haben.
Voller Tatendrang macht sich der Professor auf den Weg. Im Schlepptau hat er seinen ängstlichen Neffen Axel und in Island engagiert er zudem einen gewissen Hans als Führer der Expedition. Die kleine Expedition findet den in der Nachricht beschriebenen Krater, der in das Erdinnere führen soll, tatsächlich.
Schon nach kurzer Zeit droht die Expedition zu scheitern, als das Team feststellen muss, einen falschen Weg eingeschlagen zu haben und knapp an Wasservorräten ist, doch dann entdeckt Hans einen Bach, der schließlich zu einem unterirdischen Meer voller prähistorischer und fantastischer Flora und Fauna führt … doch werden die drei Reisenden je wieder die Erdoberfläche erreichen, um den Menschen von ihrer Entdeckung zu berichten?

Der französische Schriftsteller Jules Verne veröffentlichte die Geschichte bereits 1864. Sie wurde mehrfach verfilmt und ist noch heute eine der bekanntesten Erzählungen aus der Feder des Autors.

Das Hörspiel ist auf die wesentlichen Bestandteile der Geschichte beschränkt und orientiert sich dabei vorrangig an der wissenschaftlichen Expedition und der grandiosen Entdeckung, die Otto Lidenbrock in dieser Geschichte macht. Zahlreiche Entdeckungen, die das Forscherteam im Unterirdischen macht, bleiben unerwähnt, ebenso die Konkurrenz der Expedition und weibliche Figuren, wenn man von der Haushälterin des Professors absieht.

Die Charakterdarstellung der Figuren Otto, Axel und Hans ist nicht allzu gut gelungen. Um eine bestimmte Meinung zu suggerieren, wurden die Charaktere ziemlich stark überspitzt, so dass der übervorsichtige Axel zu einer regelrechten Memme, der ungeduldige und vom Wissensdurst angetriebene Otto zu einer eher durchschnittlichen Figur und der Expeditionsführer Hans zu einem “Ja“-Sager wurden, was Kennern von Print- oder Filmfassungen der Geschichte nicht sonderlich gefallen dürfte.

Lob verdient trotzdem die grundsätzliche Sprecherleistung im Rahmen der Möglichkeiten.
Professor Lidenbrock wird von dem deutschen Schauspieler und Synchronsprecher Klaus Schwarzkopf gesprochen, der vor allem als deutsche Stimme von Peter Falk in “Inspektor Columbo“ bekannt ist, aber auch in Einzelfällen William Shatner, Robert Mitchum, Tony Curtis und andere bekannte Schauspieler synchronisierte.
Als Hans, wenn auch in dieser Rolle gnadenlos unterfordert, tritt Lutz Mackensy auf, der Schauspielern wie Al Pacino, Rowan Atkinson, Tim Curry, Patrick Swayze, Gary Oldman und anderen seine Stimme lieh.
Axel wird von Stefan Schwade gesprochen, der bei Europa-Hörspielproduktionen des Öfteren zu finden ist.

Die CD wurde übrigens trotz sonst schlichter optischer Gestaltung des Produkts und der Verpackung in Vinyl-Optik mit dem Druck der Siebziger Jahre-Ausgabe versehen, was eine besondere Augenweide vor allem für ältere Hörer ist, die sich an die Schallplatten von einst, heute kaum noch zu finden, erinnern.

Insgesamt eine im Grunde zu starke Kürzung der Vorlage, obwohl sie sich aufgrund der bestehenden Hauptelemente für einen ersten Einblick eignet. Darüber hinaus vermag dieses Hörspiel allerdings aufgrund der Charakterüberzeichnungen und fehlender Spannung nicht zu überzeugen.

Eoin Colfer: Meg Finn und die Liste der vier Wünsche

Die 14-jährige Meg versucht zusammen mit ihrem 16-jährigen Partner Belch, bei einem Renter einzubrechen. Dummerweise werden die beiden von dem alten Lowrie erwischt. Viel dümmer ist allerdings, dass sich die beiden kurz darauf in einem Tunnel wiederfinden. Es ist der Tunnel, von dem aus man entweder in den Himmel oder in die Hölle gelangt, denn die beiden sind bei der Explosion eines Gastanks bei dem alten Herrn gestorben.
Belch wandert direkt in die Hölle, Meg jedoch erhält eine zweite Chance. Gut und Böse halten sich bei ihr die Waage und sie wird zurück zur Erde geschickt, um dort ausgerechnet beim alten Lowrie zu beweisen, dass sie es wert ist, in den Himmel zu kommen.
Zunächst stellt sich Meg alles ganz einfach vor. Sie spekuliert darauf, dem Rentner ein wenig bei der Hausarbeit zu helfen und das soll reichen. Lowrie hingegen hat ganz andere Vorstellungen von Megs Aufgaben:
Er hat eine Liste erstellt mit all den Dingen, die er in seinem Leben versäumt oder falsch gemacht hat. Für vier Dinge davon ist es noch nicht zu spät. Diese könnte er mit Megs Hilfe vielleicht noch korrigieren, bevor auch er, der ein schwaches Herz hat, aus dem Leben scheidet.
Und so machen sich die beiden auf, das junge Geistermädchen mit dem frechen Mundwerk und der alte Griesgram, um Lowries Liste der vier Wünsche in der Zeit, die sie beide haben, umzusetzen.
Als wäre das nicht schwer genug, hält der Teufel jedoch nichts davon, Meg an den Himmel zu verlieren und schickt Belch ebenfalls zurück zur Erde, um Megs Absichten, genug gute Taten für den Himmel zu sammeln, zu sabotieren.

Der irische Autor Eoin Colfer ist vor allem durch seine Reihe „Artemis Fowl“ bekannt, und so stellt man sich zunächst die Frage, wie die Geschichte eines Meisterdiebs und hochtechnisierter Elfen mit ausgesprochen eigenem Humor zu einer scheinbar rührenden Geschichte über ein Mädchen passt, das mittels guter Taten in den Himmel kommen will.

Tatsache ist, dass man sich an Meg Finn erst einmal gewöhnen muss. Man ist hin und her gerissen, wenn man von diesem Gör erfährt, die nun wirklich nicht viel Gutes in sich zu haben scheint. Meg hat ein großes Mundwerk, bringt unpassende und unhöfliche Kommentare, ist respektlos und scheint keine Skrupel zu haben, einen alten Mann auszurauben. Selbst nach ihrem Tod gewinnt sie nicht wirklich Sympathien, denn auch die Situation, tot und zwischen Himmel und Hölle zu sein, nimmt sie mit Gleichgültigkeit auf, vielleicht sogar mit einer gewissen Kaltschnäuzigkeit. Sie versucht zu pokern und selbst zurück auf der Erde sucht sie noch immer nach den leichtesten Wegen und ist frei von jeder Reue.
Alles Dinge, die einen sehr irritieren und den Weg in die Geschichte ein wenig schwer gestalten.
Dass Meg sich ändert und aus den beiden unterschiedlichen Charakteren schließlich Freunde werden, hält man zunächst für unmöglich.

Auf der anderen Seite hat der Autor es tatsächlich geschafft, seinen sehr eigenen Humor auch in diese Geschichte einzubinden und auch die Technik findet tatsächlich ihren Platz, wenn auch nicht ganz in dem Maße, wie man es von Artemis Fowl her gewöhnt ist. Beide Punkte bieten für neue Leser oder Hörer vermutlich weitere Irritationen, wer Eoin Colfer aber bereits kennt, wird sich sehr darüber freuen.

Der Autor schafft es tatsächlich, der Geschichte Lebendigkeit zu geben.
Sie ist rührend und ein wenig traurig, ohne kitschig zu werden. Sie ist lustig, ohne lächerlich oder albern zu werden.
Ganz unbemerkt ändert sich die Stimmung. Sie beginnt irritierend, setzt dann viel auf Humor und wird plötzlich recht ernst und regt zum Nachdenken an, um schließlich sehr rührend und gefühlsbetont zu enden.
Eine Gratwanderung, die leicht hätte daneben gehen können, und für die Eoin Colfer sicherlich Achtung verdient. Bedenkt man dann noch, wie gelungen er technische Dinge und seinen sehr eigenen Humor in die Geschichte einwebt, kann man sein Buch mit einem einzigen Wort honorieren: Respekt!

Als Sprecher Rufus Beck einzusetzen, hat sowohl Harry Potter, als auch Artemis Fowl bereits sehr gut getan. Nicht umsonst wird der Mann als Vorleser in den höchsten Tönen gelobt, und auch hier verleihen seine unterschiedlichen Stimmnuancen den Figuren eigenen Charakter und seine Betonungen den gefühlvollen Stellen noch mehr Gefühl und den lustigen Stellen noch mehr Witz.

Meg Finn ist sicherlich keine Geschichte für jüngere Kinder, weil Gut und Böse in diesem Werk nicht allzu deutlich voneinander getrennt werden und zu sehr verwischen.
Für jugendliche Leser und Erwachsene hingegen ist Meg Finn eine tolle Empfehlung. Weil diese Geschichte deutlicher auf Werte und moralische Aspekte eingeht als die Artemis Fowl-Geschichten, hat Meg Finn gerade für Jugendliche vielleicht sogar eine besondere Bedeutung.

Jules Verne: Meister Zacharius

“Meister Zacharius” von Jules Verne, hier als inszenierte Lesung aus dem Stimmbuch-Verlag mit 74 Minuten Laufzeit, erschien erstmals 1854 in einer Zeitschrift mit dem Titel “Meister Zacharius oder der Uhrmacher, der seine Seele verkaufte”.

Im Mittelpunkt steht Meister Zacharius, der Uhrmacher. Er ist berühmt für seine Arbeit, doch plötzlich tauchen immer mehr Kunden auf, die defekte Uhren reklamieren. Jahre lang funktionierten sie, doch plötzlich nicht mehr. Meister Zacharius nimmt sie auseinander, setzt sie wieder zusammen – doch er schafft es nicht, sie wieder funktionstüchtig zu machen. Bei Zacharius stellt sich ein doppeltes Dilemma ein: Sein Ruf ist wegen der defekten Uhren in Gefahr, zugleich stellt sich ein Größenwahn ein, denn Zacharius glaubt, sein Leben sei mit den Uhren verbunden und es ende, wenn die letzte gefertigte Uhr stehen bliebe. Und das, wo Zacharius doch nicht nur die Rätsel der Mechanik, sondern die Verbindung zwischen Körper und Seele gefunden zu haben glaubt …

Die Geschichte wird von Hans-Gerd Kilbinger gelesen, der seine Arbeit ausgesprochen gut macht. Er nuanciert alle auftretenden Personen, unterstützt von den stets passend untermalenden Geräuschen und Musik, die an keiner Stelle deplaziert oder auf den Hörgenuss störend wirkt. Dabei hätte Kilbinger sicherlich eine noch stärkere Stimmmodulation zum Einsatz bringen können, doch das Ergebnis, wie es aufgenommen wurde, reicht völlig aus, um die einzelnen Figuren gut voneinander unterscheiden zu können, und ohne dass der Hörer sich durch eine Überzeichnung gestört fühlen könnte.

Neben der wirklich hochwertigen Umsetzung des Hörbuchs ist allerdings auch die Geschichte aus der Feder Vernes eine sehr faszinierende. Während Goethes Faust beim Ziehen seiner Lebensbilanz verzweifelte und seine Seele zu versprechen bereit war, wenn Faust dadurch seine Einsichten erhöhen könnte, geht Vernes Meister Zacharius stellenweise denselben, stellenweise einen anderen Weg. Es ist die Wissenschaft, die Zacharius über alles andere stellt und die einen Größenwahn in ihm auslöst, aus dem ihn auch seine lieben Verwandten nicht mehr befreien können. Hierbei zeigt sich „Meister Zacharius“ kurzweilig und unterhaltsam, spannend bis gruselig – und überraschend kritisch.

„Meister Zacharius“ bietet nicht nur eine qualitativ hochwertige Hörbuchumsetzung, sondern zeigt dem Hörer auch eine für Jules Verne ungewöhnlich wissenschaftskritische Geschichte, die nicht nur im neunzehnten Jahrhundert, sondern durchaus auch heute noch sehr bedenkenswerte Aussagen enthält – sehr lohnenswert!

Jules Verne: Keraban der Starrkopf

GEO hat sich in Kooperation mit Random House Audio dazu entschlossen, eine Hörbuchedition auf den Markt zu bringen. Im Mittelpunkt der insgesamt zwölf Hörbücher steht jeweils das Abenteuer, das die Protagonisten – und den Hörer – in fremde Kulturen und Regionen entführt.
Als fünfter Klassiker dieser Edition erschien „Keraban der Starrkopf“ von Jules Verne.

Jan Van Mitten, ein niederländischer Tabakhändler, macht sich auf den Weg, seinen Handelspartner Keraban in Istanbul zu besuchen. Hintergrund zu dieser Reise ist in erster Linie der bei Van Mitten schief hängende Ehesegen, doch die Reise zu Keraban bringt ihn rasch vom Regen in die Traufe, wie Van Mitten erkennen muss. Kaum haben er und sein Diener Keraban ausfindig gemacht und eine Einladung zum Abendessen angenommen, stellt sich heraus, dass die Überfahrt zu Kerabans Heim, das auf der asiatischen Seite des Bosporus liegt, ab sofort besteuert wird. Keraban ist außer sich vor Zorn darüber und weigert sich, die Gebühr zu entrichten. Stattdessen will er es der neumodischen Regierung zeigen und lieber das Schwarze Meer umrunden, um nach Hause zu gelangen.
Van Mitten versucht sich zu verabschieden, wird von Keraban doch dazu genötigt, der angenommenen Einladung zum Abendessen in Kerabans Haus nachzukommen und entsprechend mit Keraban gemeinsam zu fahren. Zähneknirschend fügt sich der Niederländer und begibt sich auf eine aberwitzige Reise.
Doch Van Mitten ist nicht der einzige, der unter dem Starrsinn von Keraban zu leiden hat: eine Hochzeit, an der Keraban unbedingt teilnehmen muss, steht an, bei der die Zeit drängt – und es geht um viel Geld dabei …

Vier CDs sind es, die den Hörer in einer ungekürzten Fassung diese Reise miterleben lassen. Dabei stellt Verne nicht einfach nur jemanden dar, dem es schwer fällt, von den bisherigen Mustern Abschied zu nehmen und sich Neuerungen gegenüber offen zu zeigen, sondern er achtete auf zahlreiche Details.
Rasch erwachen die einzelnen Protagonisten der Handlung zum Leben, ebenso jedoch auch die Nebenfiguren und sogar die Schauplätze des Ganzen. Keine Minute lang fühlt man sich beim Hören gelangweilt, im Gegenteil: Vernes Parodie ist so voller Dynamik und Witz, dass es eher schwer fällt, sich von der Geschichte zu lösen, hat man einmal mit dem Hören begonnen.

Unterstrichen wird die sehr unterhaltsame Handlung durch die Lesung Peter Matićs. Der in Wien geborene Schauspieler, der vor allem als Synchronsprecher (beispielsweise als deutsche Stimme von Ben Kingsley) bekannt ist und 2001 den Albin-Skoda-Ring für herausragende Sprecherleistungen erhielt, macht seinem Ruf alle Ehre und trägt die gesamte Geschichte grandios und mit genau der richtigen Mischung aus Ernst und Leichtigkeit vor.

Erhältlich sind die einzelnen Hörbücher der GEO-Edition in stabilen Pappschubern, in denen die CDs gut geschützt aufbewahrt werden. Durch den Mix aus Eleganz, unterstrichen durch die atmosphärische Coverfotografie, und Schlichtheit ließ sich zudem ein ansprechender Kaufpreis für das Hörbuch erzielen, der den Erwerb noch einmal lohnenswerter macht.

Jules Verne: Die Jagd nach dem Meteor

In einem kleinen Städtchen entdecken zwei Hobby-Astronomen einen Meteor, und beide bestehen gleichermaßen darauf, ihn als Ersten entdeckt zu haben. Natürlich sorgt das für Unfrieden, zumal die Kinder dieser vermeintlichen Entdecker gerade ihre Hochzeit planen, doch eskaliert die Situation erst, als bekannt gegeben wird, dass der Meteor aus purem Gold bestehe.
Nun werden Zank und Streit laut, und nicht nur, dass die beiden Astronomen ihren Streit nicht nur persönlich, sondern auch vor Gericht und in der Lokalzeitung austragen, nein, auch die geplante Hochzeit der Kinder scheint daran zu scheitern.
Auch ansonsten sorgt der Meteor jedoch für viel Unruhe, denn die großen Sternwarten beleidigen die angeblichen Entdecker als Amateure und die Menschen spalten sich aufgrund der Besitzfrage derart in zwei Lager, dass nicht nur Ehen nicht geschlossen, sondern auch Scheidungen vollzogen werden.
Ganz anders hingegen die Geschehnisse in Frankreich, wo der sorglose Erfinder Xirdal schafft, was andere nicht vollbringen: Er berechnet genau, wo der Meteor aufkommen wird und kauft das entsprechende Grundstück.
Als es dann endlich soweit ist, dass einige Tausend gierige Menschen zur Absturzstelle rennen und zu diesem Zweck mitten in Grönland allem Wetter trotzen, unter ihnen ein dänischer Abgesandte, der ebenfalls Anspruch auf den Meteor anmelden will, gucken alle dumm aus der Wäsche, als sie vor einem Drahtzaun mitsamt einem Schild “Privatgrundstück!” stehen.

Natürlich gibt es für jedes Problem eine Auflösung, so auch hier, allerdings soll an dieser Stelle auch nicht zu vieles verraten werden.

Der Stil und die Kritik dieser Geschichte sind leicht zu verstehen. Es handelt sich um eine Satire, die Geld- und Goldgier in den Vordergrund stellt. Was mit alten Freunden, sogar mit Liebenden geschehen kann, wenn die Gier nach dem Materiellen die Oberhand gewinnt, wird hier sehr schön wieder gegeben.
Natürlich gibt es auch vieles mehr, das man aus diesem Werk ableiten und als Kritik werten kann, doch der zentrale Aspekt liegt bei dem eben Genannten.

Rufus Beck, bei Lesungen stets in seinem Element, wie man mittlerweile weiß, spricht diese ungekürzte Fassung. Dieses Hörbuch, das in stabiler Plastikverpackung ankommt, gehört im übrigen auch zur “Edition Rufus Beck” des Verlages Hörbuch Hamburg.
Tatsächlich ist die Aufgabe bei der vorliegenden Geschichte allerdings sehr viel schwerer, als gegenwärtig spielende Geschichten zu erzählen.
Natürlich ist die Sprache Jules Vernes eine andere als die heutige, die beschriebenen Orte, Personen und Geschehnisse wirken ein wenig fremd, denn der Autor lebte immerhin im neunzehnten Jahrhundert.
Dies einbeziehend, spricht Rufus Beck an einigen Stellen für meine Begriffe zu schnell, denn diese Geschichte braucht einfach etwas mehr Stellen, an denen etwas sich erst einmal beim Hörer setzen kann.

Insgesamt ist dieses Hörbuch für seine Zielgruppe, die bei Jugendlichen ab zwölf Jahren liegt, meiner Meinung nach nicht grundsätzlich geeignet. Besteht Interesse an eher klassischen Geschichten und Satiren, dann schon, ansonsten wirkt die Erzählung etwas mürbe und langweilig, und inwiefern die dahinter liegenden Absichten von allein von jungen Hörern erfasst werden können, halte ich für teilweise fraglich. Es gibt andere Werke von Jules Verne, zu denen sich deutlich leichter ein Zugang finden lässt.

Für Erwachsene und jung Gebliebene, die mit Jules Vernes Geschichten vielleicht ohnehin schon des öfteren Bekanntschaft gemacht haben, ist dieses Hörbuch eher zu empfehlen.

Theophile Gautier: Die liebende Tote

Im Juni 2008 veröffentlichte Titania Medien die 26. Folge aus der Reihe „Gruselkabinett“. Dieses Mal war es die Geschichte „Die liebende Tote“ von Theophile Gautier, die als 57-minütige Hörspielfolge aufbereitet wurde.

Ein junger Mönch hat sich verliebt und vertraut sich dem alten Mönch Romuald an. Trotz dieses Vertrauens fühlt sich der junge Mann unverstanden und glaubt nicht, dass Romuald nachempfinden kann, wie ihm zumute ist. Romuald jedoch überrascht den jungen Mönch mit einer Geschichte, die ganz anderes offenbart:

Am Tag seiner Priesterweihe begegnet Romuald der Frau seines Lebens. Sie vermag nicht zu verhindern, dass Romuald dennoch sein Gelübde ablegt, doch sie verschwindet durch dieses auch längst nicht aus seinem Leben. Romuald trifft sie wieder, als er es am wenigsten erwartet, und durch diese eigenartige und zugleich schicksalhafte Wiederbegegnung entscheidet Romuald sich für die Liebe. Er brennt mit seiner geliebten Clarimonde durch und gibt sich fortan den Ausschweifungen des Lebens hin. Als Clarimonde schließlich erkrankt, muss Romuald jedoch herausfinden, dass nur Blut sie retten kann, und auf eben jenes Blut verzichtete Clarimonde aus Liebe zu Romuald …

„Die liebende Tote“ ist eine klassische „Gothic Novel“, was im Deutschen – etwas unzureichend – üblicherweise mit „Schauermärchen“ übersetzt wird. Der Schauer hierbei ist lediglich subtiler Art, Gruseleffekte treten praktisch gar nicht auf, die Geschichte wird von Romantik und Tragik beherrscht. Besonders tritt hierbei zu Tage, dass auf eine klassische Schwarzweiß-Erzählung verzichtet wurde. Clarimondes Gefühle sind wahrhaft, die des Abtes, der Romuald schließlich auf den „lichten“ Pfad zurückführt, sind es nicht …

Die melancholische Liebesgeschichte wurde sehr professionell in ein Hörspielformat gebracht. Ton und sonstiges Sounds sind sauber und die Sprecher sorgfältig ausgewählt. Die unfreiwillige Komik, die gerade Hörspiele aus dem Grusel- und Horrorsektor der Achtzigerjahre begleitet, fehlt hier völlig.

Die Stimmen, die bei diesem Hörspiel eingesetzt wurden, sind im Audiobereich eher unbekannt und somit unverbraucht, beispielsweise mit Christian Rode, der die Rolle des Abtes Serapion übernahm, treten jedoch auch bekannte Stimmen auf, so auch Torsten Michaelis (beispielsweise deutsche Synchronstimme von Wesley Snipes) .

„Die liebende Tote“ ist eine klassische Schauergeschichte aus dem neunzehnten Jahrhundert, die von Titania Medien gekonnt und mit viel Gefühl ins Hörspielformat gebracht wurde, so dass Flair und Tragik der Geschichte in genau richtigem Maß erhalten bleiben und an den Hörer weitergegeben werden konnten.

« Ältere Einträge

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.